{"id":1976,"date":"2019-07-20T16:39:42","date_gmt":"2019-07-20T16:39:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kitzigs.de\/knudsen\/?page_id=1976"},"modified":"2019-10-05T18:40:07","modified_gmt":"2019-10-05T18:40:07","slug":"vigsnes-5","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kitzigs.de\/knudsen\/?page_id=1976","title":{"rendered":"Vigsnes 5"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"1976\" class=\"elementor elementor-1976\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-38ddbdec elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"38ddbdec\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-3ff1051e\" data-id=\"3ff1051e\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-486d5fa6 elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"486d5fa6\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-121822f elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"121822f\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Zu dieser Zeit grassierte in Norwegen und insbesondere in Westnorwegen ein starkes Goldfieber, da Gold in den Quarzg\u00e4ngen auf der Insel B\u00f8mlo gefunden worden war. Ein englisches und ein paar norwegische Unternehmen wurden gegr\u00fcndet, die mit Bergbau begannen. Vigsn\u00e6s hatte auch einen sehr gro\u00dfen Quarzgang bei Djupsvik, der goldhaltig war, und Corneliussen wollte dort anfangen zu arbeiten, w\u00e4hrend ich ihn f\u00fcr zu arm hielt, obwohl er so reich war wie die anderen. Als Defrance sich meiner \u00dcberzeugung anschloss, dass wir warten sollten, bis wir das Ergebnis der im Betrieb entdeckten Vorkommnisse sahen, \u00e4rgerte dies nat\u00fcrlich Corneliussen, insbesondere aber seine Frau, die versuchte, ihn gegen mich aufzubringen, was nur teilweise gelang. Sie ging so weit, dass sie sogar Mutter gegen mich aufbrachte, und so sagte ich schlie\u00dflich zu Corneliussen, er solle von seiner Frau verlangen, dass sie Mutter in Frieden lasse und den Hausfrieden bei uns nicht st\u00f6ren solle. Danach wurde die Beziehung zwischen Corneliussen und uns steifer, und wir zogen uns zur\u00fcck, so dass die fr\u00fchere h\u00e4ufige Gemeinschaft aufh\u00f6rte und die Beziehung nie mehr wie die alte wurde, solange wir in Vigsn\u00e6s zusammen waren, besonders nachdem ich auch Prokura bekam, als Bouvilly im Fr\u00fchjahr 1886 starb. In einer norwegischen Gesellschaft, die in B\u00f8mmel\u00f8en t\u00e4tig war, war ein Studienkamerad aus Freiberg, Dahl, Betriebsleiter.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-6464549 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"6464549\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Ich bin einmal hochgesegelt und habe ihn besucht, und traf dort einen alten Goldgr\u00e4ber aus Kalifornien und Australien namens Olsen. Fr\u00fcher war er Seemann gewesen, jetzt Sch\u00fcrfer(?) (skj\u00e6rper) und &#8220;Autor&#8221;. Er schrieb Reisebeschreibungen und R\u00e4ubergeschichten aus seinem Goldgr\u00e4berleben. Eines Abends las er etwas vor, das er geschrieben hatte, und eine Episode war so lustig, dass sie mir bis heute in Erinnerung blieb, weil ich jedes Mal daran denken muss, wenn ich einen Diamanten sehe. Er erz\u00e4hlte im Buch von seinem ersten Treffen mit seiner Frau, und dr\u00fcckte dies folgenderma\u00dfen aus: \u201eDann traf ich zum ersten Mal meine liebe Frau und Begleiterin, diesen Rohdiamanten!&#8221; Er wollte auf jeden Fall hervorbringen, dass sie erst unter seinem Einfluss zu dem geworden war, was sie heute war. An ihrer Stelle h\u00e4tte ich mich in seinen B\u00fcchern als &#8220;den Rohdiamanten&#8221; bezeichnet. Diese Geschichte erinnert mich an etwas \u00c4hnliches, das der Priesterfrau &#8220;Mutter&#8221; Lekve, der Schwiegermutter von Onkel Johan Gude und der Pflegemutter meiner Onkels Julius und Emil, passiert ist. Sie pflegte immer zu allen passenden und unpassenden Gelegenheiten zu sagen: &#8220;Das versichere ich Ihnen hoch von dem lebendigen Gott&#8221;, und als einmal der Bischof zu ihnen kam, wollte sie, die als t\u00fcchtige Landwirtin bekannt war, dem Bischof ein gro\u00dfes Schwein, das sie hatte, zeigen, und sie gingen runter zum Schweinehaus. Als sie eintraten, sagte sie zu dem Bischof: &#8220;Das versichere Ihnen hoch vor dem lebendigen Gott, dass der Bischof ein so gro\u00dfes Schwein noch nie gesehen hat&#8221;, woraufhin der Bischof sagte, &#8220;sie sollten sich abgew\u00f6hnen, st\u00e4ndig zu allen passenden und unpassenden Gelegenheiten den Namen Gottes zu gebrauchen, Frau Lekve! &#8221; worauf sie antwortete: &#8220;Das versichere ich Ihnen hoch vor dem lebendigen Gott, dass ich hiernach niemals in der Lage sein werde, ein fettes Schwein zu sehen, ohne an Sie zu denken, Bischof!&#8221;<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-437f992 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"437f992\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>In diesem Herbst (1885) schenkte Gro\u00dfmutter mir ein Violoneel. In den Jahren 1876-77 hatte ich ja ein wenig Unterricht genommen, und ein wenig in Kongsberg gespielt, am Cello des Musikvereins, aber sp\u00e4ter hatte ich kein Instrument mehr besessen. Ich begann nun flei\u00dfig, mehrere Stunden jeden Abend im Dachzimmer zu \u00fcben, und bald konnte ich mit Mutters Begleitung leichtere St\u00fccke spielen, und da wir wie gesagt, uns in diesem Winter sehr zur\u00fcckgezogen hatten, bekam ich ein Quartett f\u00fcr Klavier, Fl\u00f6te, Violine und Violoneel zustande, und wir hatten jede Woche einen Musizierabend, und es lief bald sehr gut. Au\u00dferdem haben wir Trios f\u00fcr Klavier, Violine und Cello gespielt. Wir haben Corneliussen nicht vermisst, aber Helga hat Mutter vermisst, und nach und nach ist sie wieder auf sie zugekommen, um zu den Musikabenden zu kommen, und wir haben ihr keine Hindernisse in den Weg gelegt. Hauptsache, sie hat uns in Ruhe gelassen.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-000d2d5 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"000d2d5\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Mein Boot hatte ich schon in diesem Jahr mit eisernem Kiel ausgestattet, und es war danach wirklich ein \u201eLuv-Bei\u00dfer&#8221; (\u201eLuvbider\u201c) geworden. Viele sch\u00f6ne Ausfl\u00fcge habe ich damit gemacht, auch hinunter nach Stavanger.<br \/>Im Jahr 1886 erkrankte der alte Ingenieur Bouilly an einer Lungenentz\u00fcndung und starb nach kurzer Krankheit. Er war immer ein guter und netter Kollege gewesen und in all den Jahren, in denen wir zusammen waren, ein guter Nachbar. Nach seinem Tod bekam Corneliussen den Titel des Direktors, und ich bekam Prokura an Bouillys Stelle, wie ich bereits sagte. Ansonsten hat sich die Beziehung nicht ge\u00e4ndert. Anfindsen \u00fcbernahm die Leitung der mechanischen Werkstatt, der Gie\u00dferei und des Transports \u00fcber Tage, und Jordan bekam zusammen mit Ingenieur Louis Jasson die Leitung der W\u00e4scherei. Als beschlossen wurde, die H\u00fctte zu schlie\u00dfen, bewarb sich Wellens au\u00dferhalb und bekam eine Arbeitsstelle in Griechenland. Im Sommer bekam ich ein einen Gehaltszuschlag zu 4400.00 Kr, was damals ein hohes Gehalt f\u00fcr einen Bergman war. Der 1. Direktor in Kongsberg hatte nur 6.000 Kronen.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-ab5b5dc elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"ab5b5dc\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Diesen Sommer hatten wir Besuche von Tante Elida, die zu uns kam, um Valdis zur Taufe zu tragen. Als Valdis zur Welt kam, stand auch das Haus am Ende, denn es war gerade Auktion \u00fcber die gesamte Einrichtung in Bouillys Wohnung. Mutter war am ersten Tag der Auktion anwesend gewesen, aber am zweiten Tag wagte sie es nicht, da sie merkte dass die Zeit n\u00e4her r\u00fcckte, w\u00e4hrend Helga Corneliussen, die sich in derselben Situation befand, auch am zweiten Tag anwesend war, bis sie um 19 Uhr nachmittags schnell den Auktionsraum verlassen musste und soeben ihr Schlafzimmer erreichte, bevor das Kind kam. Da die Hebamme drau\u00dfen in &#8220;Gesch\u00e4ften&#8221; war, eilte die K\u00f6chin zu Gro\u00dfmutter, die sich gerade um Mutter k\u00fcmmerte, der es auch schlechter ging. Gro\u00dfmutter ging so schnell sie konnte, war aber nicht lange da, bevor ich sie wieder zur\u00fcck schicken musste, um Mutter zu helfen, die dann auch ein gro\u00dfes M\u00e4dchen gebar. Die Hebamme war jedoch inzwischen nach Corneliussens gekommen, von wo aus sie, als alles vorbei war, zu uns kam. Da die Corneliussens, die nur Jungen hatte, sich eine Tochter gew\u00fcnscht hatten, und wir auf einen Jungen gehofft hatten, schlug Corneliussens K\u00f6chin ernsthaft vor, die Kinder zu tauschen, da sie ja in derselben halben Stunde geboren wurden! Ein Gemuthsmensch!<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-0071543 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"0071543\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Defrance kam im Sommer mit seiner Frau und einigen der Kinder samt ihrem Kinderm\u00e4dchen nach Vigsn\u00e6s. Au\u00dferdem war Direktor Jasson aus Humerxien? mit dabei. Sp\u00e4ter kam auch Ingenieur Saladri mit seiner jungen Frau. Defrance mietete das Dampfschiff &#8220;Voss&#8221; (sp\u00e4ter &#8220;Sulitjelma VI&#8221;) und damit machte er mit Frau, Kindern und Bonne, sowie den G\u00e4sten, seinem Schwager Kristian Floor, Janssen, Corneliussen und mir eine wunderbare Tour in den Hardangerfjord nach Odda, von wo aus wir talaufw\u00e4rts fuhren, den Buarbreen besuchten, von dort in den Viksfjord und bis zum V\u00f8ringsfossen, dann nach Ulvik, von wo aus wir \u00fcber das Gebirge nach Eidet in Hardanger ritten, und von hier aus ging dann das Dampfschiff mit Bonne und den Kindern nach Bergen, w\u00e4hrend wir anderen nach Voss fuhren, und von dort mit der Bahn nach Bergen fuhren.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-08f1021 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"08f1021\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Da das Dampfschiff damals noch nicht f\u00fcr \u00dcbernachtung eingerichtet war, \u00fcbernachteten wir in den Hotels, die erste und zweite Nacht in Odda, die dritte Nacht in Ulvik, die vierte in Eidet und die f\u00fcnfte in Voss, worauf wir mehrere Tage in Bergen waren, und fuhren dann mit dem Dampfschiff &#8220;Vigsn\u00e6s&#8221; direkt von Bergen nach Vigsn\u00e6s. Defrance hatte mich gebeten, Quartiermeister zu sein, und sowohl f\u00fcr trockenen als auch feuchten Proviant zu sorgen, und ich muss sagen, wir haben gut gelebt. Ich hatte Emanuel als Koch und Kellner dabei, und er zeichnete sich durch seine Arbeit aus. Es war damals im Hardangerfjord sehr hei\u00df, und viel eiskalter Champagner wurde mit Selters als Erfrischungsgetr\u00e4nk verzehrt. In Bergen waren wir in Gesellschaft bei P.G. Halvorsen in seinem Landhaus im S\u00f8rfjord, und hatten dort eine sehr gute Zeit. Halvorsen war unerm\u00fcdlich im Geschichten erz\u00e4hlen, mehr oder weniger pikant. Gegen Abend wurde ein gro\u00dfes Feuerwerk f\u00fcr uns angez\u00fcndet.<br \/>Wir wohnten im Holds Hotel und lebten wie Prinzen. Vor seiner R\u00fcckkehr nach Antwerpen veranstaltete Defrance einen Ball in seiner Villa. Er hatte einen Musiker Aarsvold aus Haugesund engagiert, um die Musik zu besorgen. Als er ihn fragte, auf welchen Instrumenten er spiele, antwortete der Musiklehrer, welcher ein bisschen auf allen m\u00f6glichen Instrumenten pfuschte: &#8220;Alle m\u00f6glichen Instrumente, Herr Generaldirektor&#8221;! woraufhin Defrance fragte: &#8220;Spielen Sie auch Leierkasten mit Gef\u00fchl&#8221;, wor\u00fcber der Typ sehr beleidigt war.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-82e15ef elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"82e15ef\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Als eifriger Segler und J\u00e4ger erhielt ich das &#8220;Norsk Idr\u00e6tsblad\u201c (Norwegisches Sportjournal), und verfolgte mit gro\u00dfem Interesse die Regatten, die einige Jahre lang um den &#8220;Amerikapokal&#8221; abgehalten wurden, den die Engl\u00e4nder vergeblich versuchten, von den Amerikanern zur\u00fcckzuerobern. Ich habe auch das englische Sportmagazin &#8220;Forest &amp; Stream&#8221; von einem Freund, M\u00fchlenbesitzer Wilhelm Meyer in Bergen, erhalten, der ein ebenso begeisterter Segler wie ich war. In diesem Jahr hatte die amerikanische &#8220;Volunteer&#8221; die englische &#8220;Thistle&#8221; besiegt, und in der englischen Zeitschrift bekam ich eine genaue Beschreibung des Wettkampfes, sowie der L\u00e4nge, Breite und Tiefe beider Schiffe. So sa\u00df ich dann in meiner Freizeit und fragte mich, wie man die guten Seiten der beiden Schiffe unter einen Hut bringen k\u00f6nnte, ohne auf das amerikanische &#8220;Senkschwert&#8221; angewiesen zu sein, und zeichnete zuerst eine sogenannte \u201eNulspandt (?)\u201e mit der Breite der Amerikaner und Tiefe der Engl\u00e4nder. Dann fuhr ich fort und zeichnete einen Spantenriss, mit dem gleichen Abstand vorne und achtern, um eine g\u00fcnstige Form f\u00fcr ein seet\u00fcchtiges Schiff und einen guten Schlupf auf dem Kielwasser zu erhalten. Es gelang mir auch, und so vollendete ich die Zeichnung, und auch die Zeichnung der Takelage, und ging zum Schiffsbauer Joh. Hauge in Haugesund, der zu dieser Zeit als der geschickteste Schiffbaumeister in Westnorwegen galt.<br \/>Als ich ihm die Zeichnung zeigte, stutzte er zuerst und fragte, wer die Zeichnung gemacht habe. Ich antwortete, ich h\u00e4tte es konstruiert und wollte h\u00f6ren, was es kosten w\u00fcrde, es zu bauen. Er antwortete zuerst, dass er sich eigentlich nicht wirklich mit so kleinen Schiffen befasse, aber er wollte einen Kostenvoranschlag f\u00fcr mich machen, und ich k\u00f6nnte diesen nach acht Tage bekommen, wenn ich wieder k\u00e4me.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-205e765 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"205e765\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Am n\u00e4chsten Samstag bin ich wieder zu ihm gesegelt, und als wir uns trafen, sagte er, je mehr er die Zeichnung studiert habe, desto mehr Lust habe er bekommen, sie zu bauen, &#8220;denn sie muss verdammt gut segeln.\u201c waren seine Worte, und er verlangte 800 Kronen daf\u00fcr, ausgenommen den eisernen Kiel und dem eisernen Kielschwein, die er jedoch einsetzen konnte. Die Stahldraht-Takelage und die Segel lieferte Segelmacher Br\u00f8nlund in Arendal, und der eiserne Kiel wurde aus abgenutzten Steinbrecher-M\u00e4ulern in Vigsn\u00e6s gegossen . Das ganze Boot kostete mich fix und fertig 1200,00 Kronen. Hauge sagte, dass er etwas altes Eichenmaterial hatte, und auch einige alte Kiefermaterialien, die er verwenden w\u00fcrde, die ersteren f\u00fcr den Spant, die letzteren f\u00fcr die Haut, weil man dann keine Naat machen m\u00fcsste. Dies war im Herbst, und er begann im Winter mit dem Bau. Er war so in das Boot verliebt, dass er fast st\u00e4ndig da unten war, und sein bester Schreiner daran arbeiten musste. Wie anders die Linien waren als wie man es fr\u00fcher gewohnt war, zeigte sich, als Hauge die Spanten aufgeschlagen hatte, und diese fertig waren, und er den Schreiner bat, sie aufzustellen, denn da stellte dieser die Achterspanten an den Bug, und fuhr die Spanten dahinter. Hauge hatte das aus Spa\u00df getan. Es gab, nachdem es aufgestellt worden war, st\u00e4ndig Besuch von Seeleuten, Lotsen und Fischern, um das Wunder zu sehen, \u00fcber das alle den Kopf sch\u00fcttelten, und welches sie sp\u00e4ter, als sie von dem gro\u00dfen eisernen Kiel h\u00f6rten, &#8220;Knudsen(s) Sarg&#8221; tauften . Bis zum Fr\u00fchling war es dann fertig, auf dem Wasser, und der Mast mit Stange, Schmuck und Kl\u00fcverbaum aufgerichtet. Es war schwarz gestrichen mit einem gelben Streifen entlang des Decks. Unterwasser: gr\u00fcner Stoff. Als alles fertig war, kam ich an einem Samstagnachmittag, und hatte Emanuel und Thorbj\u00f8rn bei mir, um die Segel aufzuschlagen und dann nach Hause zu segeln. Der Kai war voller Menschen, und auf den H\u00fcgeln \u00fcber Viprands\u00f8 waren viele Menschen, die uns kentern sehen wollten, aber wir machten ihnen eine lange Nase.<br \/>Dort blies ein frischer S\u00fcdostwind, so dass wir, als wir los machten, wie ein Blitz durch den Hafen fuhren, mit gro\u00dfem Segel, Fock und gro\u00dfem Kl\u00fcver. Ich wollte das Toppsegel erst einsetzen, wenn ich es ausprobiert h\u00e4tte. Ich muss sagen, es ging dar\u00fcber hinaus, und als wir begannen, uns dem Hafen von Vigsn\u00e6s zu n\u00e4hern, entfuhr es dem stillen Emanuel: &#8220;Meine G\u00fcte, was f\u00fcr ein Koloss zu segeln&#8221;. Als ich von Vigsn\u00e6s nach R\u00f8ros gezogen bin, habe ich das Boot nach Bergen verkauft. 1892 konstruierte der ber\u00fchmte amerikanische Yachtdesigner Heereshof seinen ber\u00fchmten Kutter &#8220;Gloriana&#8221;, der den Ansto\u00df zu den gro\u00dfen Verbesserungen des Yachtbaus in den 1890er Jahren gab, und als die Zeichnungen ver\u00f6ffentlicht wurden, schrieben mir meine Freunde in Bergen, dass man meinen k\u00f6nnte, dass mein Kutter &#8220;Sigrid&#8221; nach der &#8220;Gloriana&#8221; -Zeichnung gebaut wurde, so absolut \u00fcbereinstimmend waren sie, was ich dann auch selbst sehen konnte, als ich die Zeichnung der &#8220;Gloriana&#8221; sah. Ich war also meiner Zeit 6 Jahre voraus gewesen!<br \/>Im Sommer (Pfingsten) 1887 veranstaltete die Segelvereinigung von Bergen eine Regatta am Korsfjord s\u00fcdlich von Bergen. Dort trafen sich etliche Hobbysegler, und auch ich war dabei und bin in der 2. Klasse gesegelt. Die erste Klasse war f\u00fcr gro\u00dfe Schiffe, und selbst in der zweiten Klasse war &#8220;Sigrid&#8221; die kleinste. In der 3. Klasse, wo ich der Gr\u00f6\u00dfe nach zu Hause geh\u00f6rt hatte, wollte ich nicht segeln. Es war ein &#8220;fliegender Start&#8221; und ich ging eine Viertelminute nach dem Schuss \u00fcber die Linie, dicht verfolgt von den \u00fcbrigen in der Klasse, aber er dauerte nicht lange, dass die anderen weit zur\u00fcck lagen, und ich kam mit 20 Minuten Vorsprung vor der Nummer 2 ins Ziel. Das Rennen war ungef\u00e4hr 15 Viertelmeilen lang. Das Rennen in der ersten Klasse war ungef\u00e4hr 20 Viertelmeilen lang, und der erste Mann in dieser Klasse kam auch lange nach mir. Am Abend war ein Fest und die Preisverleihung in Bergen, wo ich als ersten Preis ein Fernglas bekam, das ich immer noch habe.<br \/>Im folgenden Jahr nahm ich wieder an einer Regatta in Bergen teil. Da sich keine anderen Teilnehmer f\u00fcr die 2. Klasse anmeldeten, stieg ich in die 1. Klasse ein und segelte zusammen mit 10- und 12-Tonnern. &#8220;Sigrid&#8221; ma\u00df 4,12 Tonnen. Der Start war ausgezeichnet, und ich kam als Nummer 2 kurz nach Meyers 12 Tonnen Archerschiff \u201eVenus&#8221; hinein, nur 30 Sekunden sp\u00e4ter. Ich habe einen wundersch\u00f6nen Silberpokal gewonnen, der leider beim Feuer in Sulitjelma verloren ging. Dass die &#8220;Sigrid&#8221; ein erfolgreiches Schiff war, bewies sie noch im Alter von 20 Jahren, als sie den 2. Preis bei der Ausstellungsregatta in Bergen gewann, wo es viele Segler aus dem S\u00fcden und dem Osten Norwegens gibt.<br \/>Ja, das war jetzt viel Segel-Gerede, aber ein bisschen Abwechslung kann ja nicht schaden.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-7135bc5f elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"7135bc5f\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-50 elementor-top-column elementor-element elementor-element-6e6605ea\" data-id=\"6e6605ea\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div 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