{"id":1774,"date":"2019-05-24T15:50:25","date_gmt":"2019-05-24T15:50:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kitzigs.de\/knudsen\/?page_id=1774"},"modified":"2019-07-03T20:47:25","modified_gmt":"2019-07-03T20:47:25","slug":"svennigdalen-4","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kitzigs.de\/knudsen\/?page_id=1774","title":{"rendered":"Svenningdalen 4"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"1774\" class=\"elementor elementor-1774\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-26b3a7cc elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"26b3a7cc\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-fc8cf98\" data-id=\"fc8cf98\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-71d9ab45 elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"71d9ab45\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-6cd0d274 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"6cd0d274\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p class=\"p1\"><span class=\"s1\">Am n\u00e4chsten Morgen verlie\u00df ich das Lager und ging nach Vefsenmo, um mich vom Waldvogt Pedersen zu verabschieden. Dort traf ich einen reichen Bauern aus einem anderen Seitental des Hatfjelddalen, der wollte, dass ich mir seine Grube anschaute, und da er bereit war, mir ein Honorar von 100 Kronen zu zahlen, die ich verlangte, folgte ich ihm, lie\u00df es aber meine Sachen in Vefsenmo zur\u00fcck, wohin ich ja nochmal kommen sollte. Als wir nach der Inspektion der wertlosen Grube beim Hof des Bauern ankamen, den Namen habe ich vergessen, war es sp\u00e4t am Abend und ich blieb dort \u00fcber Nacht. Am n\u00e4chsten Morgen wollte ich eine Abk\u00fcrzung \u00fcber den Bergr\u00fccken gehen, der uns vom Susendalen trennte, und der Bauer ruderte mich \u00fcber einen See in der N\u00e4he des Hofes, was mir einen gro\u00dfen Umweg ersparte. Er wollte, dass ich sein Gewehr mitnahm, da es nicht so sicher war, dass ich auf dieser Strecke nicht einem B\u00e4ren begegnen w\u00fcrde, aber ich lehnte es dankend ab, da es nicht so einfach f\u00fcr mich war, es wieder zur\u00fcckzuschicken. Er nahm das Gewehr trotzdem mit in das Boot und forderte mich dazu noch einmal auf, als ich an Land ging, aber ich sagte &#8220;Nein, danke&#8221; und es stellte sich als dumm von mir heraus, denn als ich in ein paar Stunden marschiert war, und gerade \u00fcber den Bergr\u00fccken war, so dass das Terrain begann, in Richtung Susendalen abzufallen, kam ich in den oberen Birkenwald und setzte mich auf den Boden, um mich auszuruhen, nachdem ich aus dem kleinen Bach getrunken hatte, der dort hinunter pl\u00e4tscherte.<\/span><\/p><p class=\"p1\"><span class=\"s1\">W\u00e4hrend ich dort sitze, kommt ein schwacher Luftzug vom H\u00fcgel herab, und mit ihm ein starker Geruch wie von einem Schweinestall. &#8220;Hoho&#8221;, dachte ich, &#8220;hier ist ein B\u00e4r in der N\u00e4he&#8221; und stand auf und sah mich um, konnte aber nichts finden. Nur ein St\u00fcck entfernt sah ich ein kleines Wacholdergeb\u00fcsch und ging ein paar Schritte in diese Richtung, da erhebt sich ein B\u00e4r und sitzt auf seinem Hintern und sieht mich an. Ich hatte keine Waffe au\u00dfer meinem Schnitzmesser, also blieb ich ruhig stehen und beobachtete ihn ein wenig, dann schwang ich mit meinen Armen und rief &#8220;Hallo&#8221;, und dann nahm er die Beine in die Hand. Es lief im Galopp in das Birkengeb\u00fcsch und war weg. Es \u00e4rgerte mich sehr, nicht dem Rat des Bauern im Elsvasdal gefolgt zu sein. Ich denke jetzt mich zu erinnern, dass er Mathias hie\u00df.<\/span><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-2390f34 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"2390f34\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>In ein paar Stunden sp\u00e4ter war ich dann in Vefsenmo, von wo ich dann am n\u00e4chsten Morgen nach Hause nach Fellingfors reiste, das hei\u00dft, ich ging die 4 Meilen mit dem Ranzen auf dem R\u00fccken. Es war ein guter Tagesmarsch. Ich packte jetzt meine Sachen in Fellingsfors, verkaufte meinen Hasenhund &#8220;Leipzig&#8221;, J\u00e6ger war an einem vergifteten K\u00f6der gestorben, den ein Lappe f\u00fcr einen Luchs ausgelegt hatte, und ging nach Mosj\u00f8en hinunter, wo ich meine Koffer stehen lie\u00df. Den Fl\u00fcgel brachte ich bei Jakobsen &amp; Elnan&#8217;s Lagerhaus unter, und ging dann zu Ingenieur Holst, wo ich einige Tage war. Wir betrieben eifrig Entenjagd sowohl morgens als auch abends, und bekamen eine ganze Menge. W\u00e4hrend ich dort war, kam Amtsingenieur Aubert, der mit Holst eine geplante Reichsstra\u00dfe durch das Hatfjelddalen hinaufgehen sollte, vorbei an R\u00f8svand und durch das Krudtaadalen nach Rigsgr\u00e6nsen. Aubert fragte, ob ich mitkommen wollte und die Beaufsichtigung des Gep\u00e4cks \u00fcbernehmen w\u00fcrde, da er und Holst dann mehr Zeit f\u00fcr die Arbeit vor Ort h\u00e4tten. Ich \u00fcbernahm dies gerne, kannte ich doch dieses Gebiet von meinen fr\u00fcheren Reisen dort oben sehr gut, und konnte so auch viele Dinge erz\u00e4hlen, die f\u00fcr sie von Nutzen sein k\u00f6nnten. Es war eine ganze Karawane, die loszog. Neben Aubert, Holst und mir waren es 12 M\u00e4nner und zwei Pferde f\u00fcr den Transport von Zelten, Vorr\u00e4ten, Instrumenten und Stangen. Bis Bjorb\u00e6kmo in Vefsen fuhren wir mit Waggons, aber von dort wurde das Gep\u00e4ck auf Schlitten mit Kufen aus harter Birke gelegt, und dann fuhren wir das Gep\u00e4ck auf diese Art \u00fcber die Moore. Ich hatte daf\u00fcr drei M\u00e4nner zur Verf\u00fcgung. Am Morgen nach der Konferenz wurde entschieden, wo das Lager ungef\u00e4hr aufgeschlagen werden sollte, und dann wurde es mir \u00fcberlassen, einen geeigneten Platz zu finden. Dann zogen Aubert und Holst morgens nach dem fr\u00fchen Fr\u00fchst\u00fcck mit etwas trockenem Proviant los, und als sie gegangen waren, brach ich das Lager ab, lud die Zelte, die Bettw\u00e4sche, das Essen und die Kleiders\u00e4cke auf die Schlitten, und wir gingen in die festgelegte Richtung. Es kam oft vor, dass wir unterwegs anhalten und neue Kufen unter die Schlitten legen mussten, da die Birkenkufen nat\u00fcrlich stark abgenutzt wurden, wenn wir auf trockenen Boden kamen, weshalb wir feuchte S\u00fcmpfe und Gras bevorzugten. Wenn wir am Ziel ankamen, suchte ich nach einem geeigneten Lagerplatz, baute die Zelte auf, die Pferde bekamen Fu\u00dffesseln, und wurden auf die Wiese entlassen, nachdem sie eine schwere Kuhglocke um den Hals gelegt bekommen hatten. Dann richtete ich die Zelte ein, mit trockenem Gras oder Heu unter den Fellen, und ordnete das Inventar, machte ein Feuer, um Essen und Kaffee zu kochen, und hatten alles bereit, wenn die anderen m\u00fcde am Abend kamen. Da wir verschiedene Konserven dabei hatten, gab es immer Abwechslung im Essen, und da ich immer daf\u00fcr sorgte, dass wir nicht zu weit von einer Farm entfernt waren, lie\u00df ich einen der Leute dort Milch holen. Als wir jedoch im Krudtaadalen ankamen, war es vorbei mit letzterem, weil hier kein Mensch lebte. Aubert hatte seinen Vogelhund dabei, und da w\u00e4hrend die Reise die Jagdsaison anfing, schoss er Schneeh\u00fchner, die ich briet und servierte, und manchmal waren sie sehr gut, so dass ich ich viel Lob als Koch bekam.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-0b372f2 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"0b372f2\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<figure id=\"attachment_1896\" aria-describedby=\"caption-attachment-1896\" style=\"width: 215px\" class=\"wp-caption alignright\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1896 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kitzigs.de\/knudsen\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190621_131944-e1562185684658-215x300.jpg\" alt=\"\" width=\"215\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.kitzigs.de\/knudsen\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190621_131944-e1562185684658-215x300.jpg 215w, https:\/\/www.kitzigs.de\/knudsen\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190621_131944-e1562185684658-768x1071.jpg 768w, https:\/\/www.kitzigs.de\/knudsen\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/20190621_131944-e1562185684658-734x1024.jpg 734w\" sizes=\"(max-width: 215px) 100vw, 215px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1896\" class=\"wp-caption-text\">Herman Warloe<\/figcaption><\/figure><p>Als wir von Rigsgr\u00e6nsen (Riksgr\u00e4nsen) zum R\u00f8svandet (R\u00f8ssvatnet, zweitgr\u00f6\u00dfter Binnensee Norwegens) zur\u00fcckkehrten, verlie\u00df Aubert uns und setzte \u00fcber den See nach Korgen \u00fcber, um dort die Stra\u00dfenarbeit zu inspizieren, w\u00e4hrend Holst und ich auf dem gleichen Weg, den wir gekommen waren, zur\u00fcck nach Mosj\u00f8en kehrten. Es war eine sehr interessante Tour und wir hatten eine sehr sch\u00f6ne Zeit zusammen in unserer Freizeit. Als wir in die N\u00e4he von Grolien kamen, besuchte ich meinen Freund Hemming, und verabschiedete mich von ihm und seiner Familie.<br \/>Ich war noch ungef\u00e4hr 14 Tage in Mosj\u00f8en und machte einige Befahrungen und schrieb einige Berichte \u00fcber Vorkommen zum Beispiel in Ravnaaen und Langdalsaasen, womit ich ziemlich gut verdiente, und reiste dann mit dem Dampfschiff Helgeland nach S\u00fcden, das nach Trondheim zur Instandhaltung und Reparatur fuhr, und von dort weiter nach Nordm\u00f8re, wo Schwager Herman Warloe und Schwester Elida wohnten. Schwager Herman war der Leiter der Holzvereinigung von Nordm\u00f8re (Nordm\u00f8re Tr\u00e6lastforening), die eine gro\u00dfe Dampfs\u00e4ge in Messings\u00e6tvaagen (Meisingsetv\u00e5gen) hatte. Ich war hier ungef\u00e4hr zwei Monate, und habe mich von hier auf einen neuen Posten beworben, und schlie\u00dflich schien es zu gelingen. Es wurde ein Ingenieur in Ris\u00f8r gesucht, um die Feldspat- und Apatitgruben der norwegischen Grubengesellschaft zu leiten, und ich meldete mich, und es wurde mir in Aussicht gestellt, dass ich unter den vielen Bewerbern in Betracht kommen w\u00fcrde, unter denen auch Gulliksen war, der sp\u00e4ter Obersteiger in R\u00f8ros wurde. Ende Oktober war ich nach Kristiania zur\u00fcckgekehrt, wo ich kurze Zeit bei meinem Vater und meiner Mutter blieb, dann aber nach Hamburg reiste, um meine Verlobte zu begr\u00fc\u00dfen, die ich seit drei Jahren nicht mehr gesehen hatte. In Hamburg wohnte ich bei Schwager Bertrams Vater, dem alten &#8220;Papa Mielck&#8221; in der Gurlittstra\u00dfe, verbrachte aber den Tag drau\u00dfen in Hohenfelde bei Schwager Bertram.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-09fe7c6 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"09fe7c6\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Als ich ungef\u00e4hr sechs Wochen dort war, bekam ich ein Telegramm, um sofort nach Hause zu kommen, da ich die Stelle in Ris\u00f8r bekommen hatte, und reiste gl\u00fccklich und zufrieden nach Hause, denn jetzt bestand ja Aussicht darauf, dass Mutter und ich endlich heiraten und uns niederlassen konnten. Auf dieser R\u00fcckreise traf ich Kapit\u00e4n Bruusgaard, der mit meinem Vater auf See gewesen war, von dem ich im ersten Teil meiner Erinnerungen erz\u00e4hlte.<br \/>Weihnachten habe ich in Kristiania verbracht und am 2. Januar 1881 bin ich mit dem Dampfschiff &#8220;Excellensen&#8221; zu meiner neuen Arbeit Ris\u00f8r gefahren.<br \/>Mein Aufenthalt bei Schwager Hermann und Schwester Elida war sehr gem\u00fctlich. Sie lebten in Meissings\u00e6t, wo sie ein gro\u00dfes Haus zur Verf\u00fcgung hatten. Thommy war damals ungef\u00e4hr 12 Jahre alt und ein seltener h\u00fcbscher Junge, fr\u00f6hlich und voller Spa\u00df. Es gab einen jungen Seminaristen, Per Langseth, der Heimlehrer f\u00fcr ihn war, der sp\u00e4ter Student wurde und das Theologische Amtsexamen ablegte, und sp\u00e4ter als Priester in Amerika arbeitete, wo er immer noch in Nebraska ist.<\/p><figure id=\"attachment_1795\" aria-describedby=\"caption-attachment-1795\" style=\"width: 225px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.kitzigs.de\/knudsen\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/thommy_warloe.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-1795 size-medium\" src=\"http:\/\/www.kitzigs.de\/knudsen\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/thommy_warloe-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.kitzigs.de\/knudsen\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/thommy_warloe-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.kitzigs.de\/knudsen\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/thommy_warloe-768x1024.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1795\" class=\"wp-caption-text\">Thommy Warloe<\/figcaption><\/figure><p>Thommy hatte viele Flausen im Kopf, und es war oft schwierig, bei der t\u00e4glichen Morgenandacht ernst zu bleiben, wenn man ihn ansah, denn er sa\u00df vielleicht still da und verzerrte sein Gesicht gegen\u00fcber alten Menschen, die er in der Kirche gesehen hatte, oder bei Bibellesungen, und da er einen au\u00dfergew\u00f6hnlichen Sinn f\u00fcr Humor hatte, kopierte er sie mit angemessener \u00dcbertreibung, so dass die Wirkung gef\u00e4hrlich war f\u00fcr die feierliche Stimmung, die ja bei einer Andacht herrschen sollte. Ihn predigen oder &#8220;Vater unser&#8221; lesen zu h\u00f6ren, wie es der junge Priester Chr. Mohr machte war so, dass man vor Lachen br\u00fcllen musste, wenn man auch nur den geringsten Sinn f\u00fcr Komik hatte.<br \/>Eines Abends fragte Schwager Herman Thommy: &#8220;Nun, Thommy, hast du dar\u00fcber nachgedacht, was du einmal werden m\u00f6chtest?&#8221; &#8220;Oh ja&#8221;, sagte Thommy, &#8220;entweder Pastor oder Schauspieler!&#8221;. Kann man sich eine viel bessere Antwort eines 12-j\u00e4hrigen vorstellen! Wie viele Priester sind nicht Schauspieler? Denken Sie an Amundsens: &#8220;Dann gilt es!&#8221;<br \/>Da es viele gro\u00dfe V\u00f6gel im Wald um Meissings\u00e6t gab, war ich oft unterwegs und brachte junge Auerh\u00e4hne und -h\u00fchner mit nach Hause. Au\u00dferdem habe ich die Rute in den Fluss gesteckt und viele sch\u00f6ne Meerforellen hochgezogen, zum Teil gro\u00dfe Kerle, und da Herman gutes Essen sehr mochte, war er mit meinen F\u00e4ngen sehr zufrieden.<br \/>Eines Samstags, als das Dampfschiff zur Mittagszeit in die Bucht kam, wurde berichtet, dass ein gro\u00dfer B\u00e4r mehrere Kreaturen auf einer Farm in S\u00e6ttenvaagen get\u00f6tet hatte, die etwa drei Meilen weiter drau\u00dfen im Surendalsfjord lag. Als ich das h\u00f6rte, nahm ich ein kleines Ruderboot, das nur f\u00fcr zwei Personen gedacht war, nahm meinen Suchhund &#8220;Ferp&#8221;, den ich von Nils Larsen Nelifjeld erhalten hatte, und mein Gewehr, und ruderte gegen F\u00fcnf Uhr Nachmittags los. Die erste Meile lief gut, aber als ich auf die gro\u00dfe offene Vagb\u00f8bucht hinauskam, bekam ich starken Gegenwind und hohe Wellen f\u00fcr das kleine Fahrzeug, aber ich tat alles, was ich tun konnte. Die Gischt schlug \u00fcber das Boot, so dass ich keinen trockenen Flecken hatte, und st\u00e4ndig die Schaufel benutzen musste. &#8220;Ferp&#8221; wurde bei dem Wellengang seekrank, und erbrach sich wiederholte Male, meist \u00fcber meine Stiefel. Die Meile \u00fcber die Vaagb\u00f8bucht wurde mir schwer. Endlich hatte ich mich auf der Luv-Seite des Landes hochgearbeitet, und das Meer wurde ruhig, und schlie\u00dflich ging ich bei einem kleinen Bauernhof an Land, der h\u00fcbsch auf der eigentlichen M\u00fcndung des Surendalsfjords und der Vaagb\u00f8bucht lag. Ich ging hinauf und bat um Logis f\u00fcr die Nacht und darum, meine Kleider trocken zu bekommen. Es war ungef\u00e4hr elf Uhr abends, denn es war oft in den D\u00f6rfern, dass ich beim beim Peilen feststellte, dass ich, obwohl ich aus ganzer Kraft ruderte, und stark war, r\u00fcckw\u00e4rts fuhr. Ich schlief gut bis vier Uhr morgens, wo ich leise aufstand und mich wieder auf den Weg machte, und um sieben Uhr morgens war ich an meinem Ziel. Aber wie wurde ich entt\u00e4uscht. Der B\u00e4r war bereits Samstag Nacht durch einen Selbstschuss get\u00f6tet worden, so dass nichts mehr \u00fcbrig blieb, und nachdem ich in S\u00e6ttem Gaard gut gefr\u00fchst\u00fcckt hatte, konnte ich wieder nach Hause rudern. M\u00fcde, und mit langem Gesicht kam ich am Sonntagnachmittag nach Hause. Zum Gl\u00fcck war es auf dem Heimweg ruhig, so dass ich mit dem Leichtboot eine gute Geschwindigkeit erreichte.<br \/>Einmal war ich mit Schwager und Schwester in der Kirche in Thingvold und hatte Gelegenheit zu beobachten, wie ausgezeichnet Thommy den Kapellan kopierte, den Priester Chr. Mohr. Ich konnte kaum ernst bleiben! und dann erlebte ich eine andere lustige Sache. Der Kirchens\u00e4nger, der der Vors\u00e4nger war -eine Orgel gab es nicht- war wahrscheinlich nicht weiter musikalisch, denn als der Psalm nicht in demselben Ton endete, wie er begonnen hatte, konnte er den Anfangston nicht finden, sondern begann den n\u00e4chsten Vers in demselben Ton, mit dem er den vorherigen Vers beendet hatte.<br \/>Die Konsequenz war, dass man bald so hoch oder so tief gekommen war, dass keine menschliche Stimme es schaffen konnte, entweder es war Quitschen in den H\u00f6hen oder Brummen im Bass, bis er schlie\u00dflich einen Sprung zu einem ziemlich zuf\u00e4lligen Ton machte, von dem aus er weiter machte. Nat\u00fcrlich stoppte die Gemeinde f\u00fcr einen Moment, folgte dann aber in der neuen Tonart. Es war erstaunlich, dass sie sich in diesem seltsamen Psalm zurechtfinden konnten, etwas vergleichbares habe ich weder vorher noch sp\u00e4ter geh\u00f6rt.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-1cb868b1 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"1cb868b1\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-50 elementor-top-column elementor-element elementor-element-5fa7f2c7\" data-id=\"5fa7f2c7\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-24a21847 elementor-align-left 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