{"id":1620,"date":"2019-05-16T18:03:31","date_gmt":"2019-05-16T18:03:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.kitzigs.de\/knudsen\/?page_id=1620"},"modified":"2019-11-24T16:46:26","modified_gmt":"2019-11-24T16:46:26","slug":"kongsberg-1","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kitzigs.de\/knudsen\/?page_id=1620","title":{"rendered":"Kongsberg 1"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"1620\" class=\"elementor elementor-1620\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-6b9b782b elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"6b9b782b\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-3c678fda\" data-id=\"3c678fda\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-37de8b8 elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"37de8b8\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-101ed18b elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"101ed18b\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Aber gehen wir weiter in der Personalbeschreibung. Im Direktorium des Silberwerks befand sich ein Sekret\u00e4r (Jurist), der haupts\u00e4chlich aus einem der Ministerien (Departement) kam, in denen sie k\u00f6nigliche Bevollm\u00e4chtigte gewesen waren (jetzt Sekret\u00e4r der ersten Klasse, denke ich). Der Sekret\u00e4r hie\u00df Lorentzen, war ein sehr liebensw\u00fcrdiger, \u00e4lterer Junggeselle, der jedoch 1877 Stadtvogt (Byfogd) in Sarpsborg wurde, und an seine Stelle trat der k\u00f6nigliche Bevollm\u00e4chtigte Aall, der sehr angenehm, aber gesundheitlich schwach war. Der Kassenwart des Silberwerks hie\u00df Falsen und war zuvor Polizeichef in Stokke gewesen (er war examinierter Jurist). Er war durch Arthritis halb verkr\u00fcppelt, also wurde er zum und vom B\u00fcro gefahren, und konnte sich in den Zimmern nur mit zwei St\u00f6cken und zus\u00e4tzlicher Unterst\u00fctzung bewegen. Trotzdem war er ziemlich munter und hatte viel Sinn f\u00fcr Humor. Seine Frau, geborene Abilgaard, war scharf wie ein Rasiermesser. Sie hatten keine Kinder, hatten aber einen Pflegesohn, Gr\u00f8tting, der Steuermann (Styrmann) war.<\/p><p>Der Buchhalter hie\u00df Wessel (von Tordenskiolds Familie), ehemaliger Rechtsanwalt. Er war ein stiller und ruhiger Mann, \u00fcber 60 Jahre, aber mit einer gro\u00dfen Kinderschar. Er war ein begeisterter Geigenspieler, aber nur f\u00fcr sich selbst, und war \u00fcberm\u00e4\u00dfig stolz auf eine Amati-Violine, die er hatte. Er spielte meistens frei!<\/p><p>Der Buchhalter lebte sehr zur\u00fcckgezogen und war von niemandem umgeben, w\u00e4hrend der Kassenwart Gesellschaft sehr liebte, jedoch kamen nur wenige, da er im Dienst sehr barsch war, und wegen seines Temperaments und seiner Frau wenig Umgang hatte. Ich war einer der wenigen, zu denen er immer freundlich war, und ich war oft da und spielte Whist und trank Punsch mit ihm und dem Anwalt B\u00f8ckmann, dem Bruder des Bischofs (gestorben als Amtsrichter auf Hider\u00f8en). Ich habe den Verdacht, dass er mich so gerne bei ihm sah, weil seine Frau dann mit dem Punsch herausr\u00fccken musste, was sie sonst nicht tun w\u00fcrde. Wenn es Lohn gab, wurde ich vom Direktor immer beauftragt, als &#8220;Gegenz\u00e4hler&#8221; anwesend zu sein, da der Gehaltsscheck immer von drei Personen nachgez\u00e4hlt wurde: dem Kassenwart, dem Bevollm\u00e4chtigten und einem weiteren Mann, das hei\u00dft in diesem Fall ich.<\/p><p><a href=\"http:\/\/www.kitzigs.de\/knudsen\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/aus_kongsberg-e1574613787411.jpeg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-2336\" src=\"http:\/\/www.kitzigs.de\/knudsen\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/aus_kongsberg-e1574613787411-186x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"186\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.kitzigs.de\/knudsen\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/aus_kongsberg-e1574613787411-186x300.jpeg 186w, https:\/\/www.kitzigs.de\/knudsen\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/aus_kongsberg-e1574613787411-768x1241.jpeg 768w, https:\/\/www.kitzigs.de\/knudsen\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/aus_kongsberg-e1574613787411-634x1024.jpeg 634w, https:\/\/www.kitzigs.de\/knudsen\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/aus_kongsberg-e1574613787411.jpeg 1273w\" sizes=\"(max-width: 186px) 100vw, 186px\" \/><\/a>Es war auch eine ganze Veranstaltung, wenn der Kassenwart Geld bekommen sollte. Diese kamen in gro\u00dfen Sendungen vom Finanzministerium oder genauer von den Zahl-Kassen und wurden in einem separaten Raum mit drei Schl\u00f6ssern an der T\u00fcr eingesperrt. Die Schl\u00fcssel dazu wurden unter jemandem vom Direktorium, einem Kassenwart und einem Buchhalter verteilt. Also mussten diese drei zusammenkommen und gemeinsam \u00f6ffnen und das herausnehmen, was der Kassierer brauchte, woraufhin die heilige St\u00e4tte erneut mit den drei Schl\u00f6ssern, und der Beutel mit Hartgeld mit einem Siegel versiegelt wurde. In dem Beutel lag ein Zettel, der angab, wie viel entnommen wurde. Dann trennten sie sich genauso feierlich, wie sie gekommen waren.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-801edbe elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"801edbe\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Der Materialverwalter des Werkes hie\u00df N\u00e6rup. Er war ein \u00e4lterer Mann, ebenfalls \u00fcber 60. Er war Gelegenheitstrinker, und konnte dann die ganze Woche unsichtbar sein. Einmal, nachdem er in ein Wirtshaus getorkelt war, kam er in die K\u00fcche, wo er umfiel, und seine Per\u00fccke fiel von ihm herunter und in eine Sch\u00fcssel mit Brei. Die K\u00f6chin lie\u00df sich davon jedoch nicht beeindrucken, sie setzte die mit Brei beschmierte Per\u00fccke auf seinen Kopf, nahm diesen in ihren Scho\u00df und f\u00fctterte ihn mit Brei, in der Hoffnung, ihn n\u00fcchtern zu machen, denn jeder wusste, dass er in dieser Zeit nie a\u00df, sondern nur trank. Ob es geholfen hat oder nicht, wei\u00df ich nicht, aber ein Augenzeuge sagte mir, dass die Situation, die dicke K\u00f6chin, die mit dem Kopf des alten Mannes im Scho\u00df auf dem Boden sa\u00df und den Mann mit der Per\u00fccke schief auf dem Kopf f\u00fctterte, ergreifend war. N\u00e6rup hatte seltsamerweise seine Magazine immer in bester Ordnung, und war ehrlich wie Gold. Er hatte mehrere erwachsene Kinder, von denen der \u00e4lteste (sp\u00e4terer Vogt) bei Amtsrichter Gjertz, einem weiteren Pharmazeuten (gestorben als Apotheker in Haugesund), als Bevollm\u00e4chtigter vereidigt wurde.<br \/>Wenn wir jetzt zur Schmelzh\u00fctte und zur M\u00fcnze gehen, werden wir eine Reihe von Originalen treffen, die wirklich einzigartig waren.<\/p><p>Der H\u00fcttenmeister war Stalsberg, ein Mann, der Professor gewesen sein sollte, und nicht in einem praktischen Betrieb. Wenn der H\u00fcttenbetrieb gut lief und die Produktion zufriedenstellend war, konnte er weinen, so dass ihm die Tr\u00e4nen \u00fcber die Wangen liefen, w\u00e4hrend er vor Freude strahlte, wenn er \u00fcber alle Schwierigkeiten berichten konnte, die der Schmelzofen oder der Betrieb unter ung\u00fcnstigen Umst\u00e4nden verursachten. Seine Frau war sehr kr\u00e4nklich, und wenn es ihr schlecht war, l\u00e4chelte er nur, w\u00e4hrend er st\u00f6hnte, wenn sie gesund war, &#8220;dass es sicher nicht lange dauert&#8221; und dann weinte er. Man k\u00f6nnte versucht sein zu glauben, dass er nicht ganz bei sich war.<br \/>Im B\u00fcro in der H\u00fctte befand sich ein alter Angestellter namens Henckel. Er war der Enkel eines ehemaligen Direktors des Silberwerkes Henckel. Er war ein kleiner schiefbeiniger Sonderling, und die Art und Weise, wie er sein Haar trug, war einzigartig. Sein Scheitel war v\u00f6llig kahl, aber er hatte sehr langes, d\u00fcnnes Haar von den Ohren bis zum Hals. Dieses wurde jetzt auf den Scheitel geb\u00fcrstet und gek\u00e4mmt, wo es in der Mitte des Kopfes zu einer Spitze gedreht und mit einem Band zusammengebunden wurde, so dass es nicht auseinander fallen sollte. Eines Tages war das Haar mit einem roten Wollband zusammengebunden, er sah aus wie ein Indianer; nat\u00fcrlich fiel der Teil, der sich \u00fcber dem Band befand, wieder herunter wie der Federbusch an einem Milit\u00e4rchako. Da er zus\u00e4tzlich selten h\u00e4\u00dflich von den Gesichtsz\u00fcgen und zahnlos war, k\u00f6nnen Sie sich vorstellen, dass es eine Freude f\u00fcr mich war, mich mit ihm abzugeben und ihn gelegentlich zu ehren. Er wurde w\u00fctend, als wir ihn &#8220;Mutter Henckel&#8221; nannten und lief dann mit der Papierschere als Waffe hinter uns her und rief: &#8220;Ich werde Sie castrieren, ich werde Sie castrieren!\u201c<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-dc99094 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"dc99094\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>In der M\u00fcnze waren bei meinem Eintreten der M\u00fcnzmeister Langberg, 69 Jahre, der M\u00fcnzguardein, Steenstrup, 68 Jahre, und der M\u00fcnzbevollm\u00e4chtigte, der fr\u00fcher H\u00fcttenschreiber war, R\u00f8mcke, 67 Jahre. Langberg war ein literarisch und wissenschaftlich sehr interessierter Mann, der kein Interesse an der M\u00fcnze hatte, wo er nur gelegentlich einen kurzen Besuch abstattete. Er sa\u00df am liebsten in seiner Couchecke im Hause des M\u00fcnzmeisters und las und rauchte Langpfeife.<br \/>Als ich einmal mit einem zu unterschreibenden Brief zu ihm kam, bat er mich sofort, mich zu setzen, erz\u00e4hlte eine Geschichte und eine Anekdote nach der anderen und war in bester Laune, und warum, er hatte ja ein probates Mittel gefunden, um seinen Bauch zu regulieren. &#8220;Sehen sie&#8221;, sagte er, &#8220;ich habe oft so einen tr\u00e4gen Magen, aber wenn ich ein Abf\u00fchrmittel nehme, kommt er so lange nicht zur Ruhe; aber jetzt habe ich herausgefunden, dass wenn ich kr\u00e4ftig an meiner Pfeife rauche, so dass sie gut brennt, und dann das Mundst\u00fcck in das Ende stecke, dann raucht sie weiter, und bewirkt einen leichten und angenehmen Stuhlgang &#8220;.<br \/>Ich schaute auf sein Pfeifenmundst\u00fcck und dachte im stillen: &#8220;Du Schwein!&#8221; In einer seiner Geschichten ging es darum, als er in Kristiania wegen Geldf\u00e4lschung verhaftet wurde. Er wollte ins Theater, und am Ticketschalter legte er eine brandneue Silberm\u00fcnze in die Luke des Kassierers. Dieser dreht und wendet den Taler, und l\u00e4sst ihn fallen, um das Ger\u00e4usch zu h\u00f6ren, dann sagt Langberg: &#8220;Sie k\u00f6nnen es ruhig nehmen, denn ich habe es selbst gemacht&#8221;. Da er ja nicht bekannt war, wurde er sofort von dem anwesenden Polizisten festgenommen und musste vor seiner Freilassung zum Polizeib\u00fcro gehen, nachdem er sich als M\u00fcnzmeister und Spa\u00dfvogel des Landes legitimiert hatte. Langberg war Witwer und zwei Schw\u00e4gerinnen, die Fr\u00e4uleins Steenstrup, f\u00fchrten das Haus f\u00fcr ihn. Er hatte zwei Kinder: Ingenieur Malthe Langberg und Frau Dr. mit. Langberg. Die letztere hatte 1877 Hochzeit mit ihrem Cousin Dr. med. Langberg.<br \/>Malthe Langberg war ein Sonderling. Er hatte an der Polytechnischen in Hannover studiert, war aber so voll mit Projekten, dass er es nie zu etwas brachte, und niemand wollte ihn als Ingenieur. Er war zu dieser Zeit \u00fcber 40 Jahre alt, sprach \u00fcber alles und verstand alles zwischen Himmel und Erde. Oberf\u00f6rster Lange erz\u00e4hlte mir, dass als einmal einige (junge) Herren in einer heiteren Runde zusammengesessen hatten, sich der damalige Forstkandidat Filip Aars einen Spa\u00df mit Malthe Langberg erlaubt hat, dass er ihn mundtot machen konnte, was dieser nicht f\u00fcr m\u00f6glich hielt. Dann fragt Aars: &#8220;Welchen Einfluss wird die \u00d6ffnung des Suezkanals auf die moralischen Bedingungen im Jondalen haben?&#8221; Malthe hatte mit allen F\u00e4chern, die in Hannover unterrichtet wurden, geprahlt. Er fragte dann: \u201eWelches Fach soll das denn sein?&#8221; Aars antwortet trocken: &#8220;Es ist hydraulische Philosophie&#8221;. &#8220;Ja&#8221;, sagte Malthe, \u201edas h\u00e4tte ich auch h\u00f6ren sollen, hatte aber keine Zeit&#8221;.<br \/>Der M\u00fcnzguardein Steenstrup, der auch Bergprobierer war, war ein m\u00fcrrischer alter Herr. Er hatte mich vom ersten Moment an gehasst, und warum? Weil er Angst hatte zu sterben.<br \/>Wie ich bereits erz\u00e4hlt hatte, hatte das Finanzministerium verlangt, dass ich mich speziell mit Gold- und Silberpr\u00fcfungen besch\u00e4ftigen sollte, und als Direktor Andresen mich in die M\u00fcnze einf\u00fchrte, hatte er zu meinem Ungl\u00fcck gesagt, dass ich st\u00e4ndig die Gelegenheit haben sollte, Gold- und Silberproben parallel mit dem Guardein zu machen, um mich in \u00dcbung zu halten, &#8220;denn Sie sind ein alter Mann, und k\u00f6nnen jederzeit ausscheiden, dann m\u00fcssen wir einen haben, der an Ihre Stelle treten kann.&#8221; So sah er in mir einen Mann, der ihm den Tod w\u00fcnschte, und behandelte mich dann dem entsprechend, so dass ich mich schlie\u00dflich beim Direktor Andresen beschwerte, und Steenstrup in meiner Gegenwart einen ordentlichen R\u00fcffel erhielt.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-e22083c elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"e22083c\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Wenn ich nicht im Labor war, musste ich im M\u00fcnzb\u00fcro haupts\u00e4chlich mit der Zusammenstellung der M\u00fcnzlisten arbeiten, die an das Finanzministerium geschickt werden sollten, \u00fcber geschmolzenes Metall, herausgebrachte M\u00fcnzen, Schrott zum Umschmelzen usw., aber auch Z\u00e4hlen, Wiegen und Aussortieren von Hartgeld &#8211; denn jedes Einzelst\u00fcck wird ja auf dem Z\u00e4hlbrett gepr\u00fcft.<br \/>Der M\u00fcnzbevollm\u00e4chtigte R\u00f8mcke war ein netter alter Mann, mit dem ich gut auskam. Er war einer der schlimmsten Reimschmiede, die ich je erlebt habe und konnte ein ganzes Gespr\u00e4ch gereimt f\u00fchren.<br \/>Er und H\u00fcttenmeister Stalsberg waren wie Hund und Katze, und Stalsberg zu erw\u00e4hnen, war wie ein rotes Kleid f\u00fcr einen Ochsen. Sie hatten in der H\u00fctte eine Kontroverse \u00fcber das Schmelzen von zermahlenem Erz gehabt, und dar\u00fcber war Unfrieden ausgebrochen. Stalsberg hatte an der alten Methode, die R\u00f8mcke fr\u00fcher als H\u00fcttenmeister eingesetzt hatte, \u00c4nderungen vorgenommen, bevor Stalsberg nach Samuelsens Tod kam.<\/p><p>Das Schmelzen von zermahlenem Erz verlief trotz Stalsbergs Verbesserung jedoch nicht so wie es sollte, aber er h\u00f6rte nicht auf meinen Vorschlag, mit Kalkmilch zu brikettieren, was leicht durchzuf\u00fchren w\u00e4re. Also ging ein Drittel des Erzes durch den Schornstein in die Staubkammern, von wo aus sie wieder auf den Schachtofen kamen, um dieselbe Reise wieder zu unternehmen.<br \/>Wenn ich 1000 Kilogramm Erz zu schmelzen hatte, wurde stattdessen 1000 + 333 + 111 + 37 + 12 + 4 + 1,3 = 1498,3 Kilo in den Ofen gestellt, und man musste die 498 Kilogramm ohne Nutzen und Notwendigkeit aufsammeln und transportieren.<\/p><p>Im Laboratorium der H\u00fctte habe ich auch viel gearbeitet, aber haupts\u00e4chlich hielt ich mich in der M\u00fcnze auf. Man hatte an beiden Orten alte Probierer als Helfer f\u00fcr den Guardein und den Bergprobierer, und diese wollten nicht, dass die jungen Ingenieure in Arbeit kamen, und das wollten wohl der Guardein und der H\u00fcttenmeister auch nicht, denn selbst wenn ich um Arbeit bat, hie\u00df es, dass sie nichts f\u00fcr mich au\u00dfer den M\u00fcnzlisten h\u00e4tten, die jeder Schreiber ausf\u00fchren konnte.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-1ce6ad64 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"1ce6ad64\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-50 elementor-top-column elementor-element 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